Baugebiet Wiesental

In der letzten Ortsratssitzung beschloss der Ortsrat einstimmig, dem Aufstellungsbeschluss mit zusätzlichen 6 Maßgaben zuzustimmen.
Folgende Anliegen sollen bis zur Vorlage des Auslegungsbeschlusses
geprüft/erledigt werden:

  • Nach Erschließung des Baugebietes soll diese Umwegung für Rettungsfahrzeuge freigegeben werden.
  • Die Cluster sollen für größere Nachfragen bei Einfamilienhäusern veränderbar sein.
  • Im Übergangsbereich von der alten zur neuen Bebauung sollen keine Reihenhäuser geplant werden
  • Die Spielplätze Obere Reekenweg und Am Putzberg sollen bereits im Vorfeld aufgewertet werden.
  • Eine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr für die Zukunft muss durch die Planung mit entsprechenden Radien möglich sein.

Aktuelle Informationen finden Sie hier:
Bebauungsplan Göttingen-Groß Ellershausen Nr. 7 “Wiesental Süd”
mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung
-Aufstellungsbeschluss

Ein Bericht vom Ortsrat wurde dazu im Gemeindeecho veröffentlicht.

Ein Auszug vom Bericht:
Nachdem die Stadtverwaltung im letzten Jahr mit einem Entwurf für einen Bebauungsplan für das Baugebiet Wiesental Süd keinerlei Zuspruch des Ortsrates erhalten hatte, hat der Ortsrat einstimmig (!) den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet nunmehr gefasst. Dem vorangegangen waren im vergangenen Jahr Bemühungen, Grundstücke zu erwerben, um ein zusammenhängendes Baugebiet Wiesental Süd und Nord mit einer direkten Anbindung an die B3 zu planen. Leider ist es zur Zeit nicht möglich, diese Planung voranzubringen, da die Grundstücke nicht zu erwerben sind. Daher soll zunächst das Baugebiet Wiesental Süd alleine entwickelt werden – dass dort ein Baugebiet entstehen soll, das hatte der Ortsrat bei seiner Zustimmung zum Flächennutzungsplan vor drei Jahren bereits grundsätzlich beschlossen. Dem damaligen Beschluss waren umfangreiche Bürgerbeteiligungen vorangegangen. Der Ortsrat hat sich grundsätzlich dafür entschieden, dass in allen drei Ortsteilen neue Baugebiete ausgewiesen werden sollen, damit unsere Ortsteile lebendig bleiben, denn von neuen Mitbürger/innen profitieren das Vereinsleben und die Freiwilligen Feuerwehren, die Grundschule und die sonstige Infrastruktur. Während in Hetjershausen bereits das neue Baugebiet entstanden ist und vergrößert werden soll (siehe oben) und der Ortsrat nicht müde wird, auch für Knutbühren die Ausweisung eines kleinen Baugebietes zu fordern, wird zur Zeit die Planung für Groß Ellershausen vorangetrieben:

Jetzt also mit einem Aufstellungsbeschluss – das bedeutet den Auftrag, dass die Stadtverwaltung einen Plan für das Baugebiet erstellt. Das ist der erste von drei Schritten (Aufstellungsbeschluss – Auslegungsbeschluss – Satzungsbeschluss). Der Ortsrat hat sein grundsätzliches Einverständnis gegeben zu der vorgelegten Planung, die nun konkretisiert werden wird und die folgendes vorsieht:

  • Bau von Einzel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern in verschiedenen ‚Clustern‘, d.h. in Abschnitten (die Mehrfamilienhäuser insbesondere auch für altersgerechtes Wohnen für unsere Mitbürger/innen in der Mitte des Baugebietes, Einzel- und Reihenhäuser an den Rändern)
  • abhängig von der letztlich zu beschließenden Variante entstehen 80–100 Wohneinheiten
  • die Erschließung erfolgt von Osten über den Wiesentalweg
  • für den landwirtschaftlichen Verkehr soll der Feldweg südlich des neuen Baugebiets ausgebaut werden.

Nicht enthalten in der Planung, aber in anderen Gremien des Stadtrates wird auch wegen des Baugebiets Wiesental Süd die Schaffung weiterer Krippen- und Kita-Plätze für Groß Ellershausen, Hetjershausen und Knutbühren geprüft. Die Planungen stehen noch am Anfang, gleichwohl hat der Ortsrat folgende Punkte beschlossen, die die Verwaltung zu berücksichtigen hat bei der weiteren Planung:

  • Die Umwegung für den landwirtschaftlichen Verkehr soll auch für die Baustellenfahrzeuge genutzt werden.
  • Nach Erschließung des Baugebietes soll diese Umwegung für Rettungsfahrzeuge freigegeben werden.
  • Die Cluster sollen für größere Nachfragen bei Einfamilienhäusern veränderbar sein.
  • Im Übergangsbereich von der alten zur neuen Bebauung sollen keine Reihenhäuser geplant werden.
  • Die Spielplätze Oberer Reekenweg und Am Putzberg sollen bereits im Vorfeld aufgewertet werden.
  • Eine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr für die Zukunft muss durch die Planung mit entsprechenden Radien möglich sein.

Einige der unmittelbaren Anwohner/innen haben deutlich gemacht, dass sie die Planungen

ablehnen. Im Rahmen der weiteren Schritte hin zu einem Bebauungsplan sind umfangreiche Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung gegeben, bei denen Einwände, Anregungen und Vorschläge eingebracht werden können, zu denen die Verwaltung Stellung nehmen muss.
Verfasst vom Ortsratsmitglied Christian Henze